Anfang diesen Jahres mussten wir das Hundepärchen bei uns aufnehmen, weil das Herrchen leider plötzlich verstorben ist und die Hunde obdachlos zurückblieben.
Chacky und Pia vertragen sich wirklich gut, aber wir sehen eine getrennte Vermittlung als weitaus sinnvoller, vor allem für Chacky.
Jeder der Beiden muss noch wahnsinnig viel lernen und braucht individuelles Training. Das wäre mit Beiden zusammen in dem nötigen Pensum gar nicht zu leisten.
Hier die Einzelheiten, zu Pia:
2019 geboren, kastrierte Hündin, Dackel-Terrier-Mix.
Sie ist sehr selbstbewusst, nett, aufgeschlossen, oftmals etwas zu forsch und distanzlos (sowohl Menschen als auch Hunden gegenüber).
Die kleine Dame hatte wohl bisher Narrenfreiheit genossen und hat so gut wie keine Grenzen erhalten. Dementsprechend viele Rechte nimmt sie sich heraus und fordert ihren Willen sofort lautstark und mit einem unglaublich süßen Blick ( 🙂 ) ein. Sie hat wenig Geduld und die Verbindlichkeit von Signalen stellt sie gerne erstmal in Frage.
Pia ist verträglich mit anderen Hunden und könnte gut als Zweithund gehalten werden. Wenn sie aber die alleinige Aufmerksamkeit erhält, wäre sie auch nicht traurig 😉
Die zuckersüße Dackeldame könnte auch mit größeren Kindern zusammenleben, sie ist auch das städtische Umfeld gewöhnt und meistert das ganz gut.
Für Pia suchen wir in erster Linie konsequente Menschen, bei denen sie lernen darf, dass Zurückhaltung der Schlüssel zum Erfolg ist. Menschen, die sie im besten Fall überallhin mitnehmen und viel mit ihr unternehmen. Pia ist für (fast) jeden Spaß zu haben, dabei dürfen aber Regeln nicht fehlen – das muss man ihr noch ganz geduldig erklären.
Zu Chacky:
2023 geboren, kastrierter Rüde, Husky-Irish Setter-Mix.
Der junge Mann ist immer und zu jedem Menschen freundlich. Er hat immer gute Laune und er hat immer “etwas zu tun”.
So sympathisch das im ersten Satz auch klingt, Chacky ist eine wirkliche Herausforderung ! Er ist kein Hund, dem man nebenher die Grunderziehung beibringt oder der sich mit gewöhnlichen Gassirunden nach einem 8-Stunden-Arbeitstag auslasten lässt. Zunächst ist zu erwähnen, dass Chacky wirklich kaum Konzentrationsspanne hat und dadurch auch quasi nie stillhalten kann. Seine rassebedingte Energie und der zusätzliche Jagdtrieb tragen natürlich auch nicht ihr bestes dazu bei. Er braucht aktuell ganz kleinschrittiges Training, eine ausgewogene Mischung an (körperlicher und mentaler) Auslastung, damit er zeitgleich lernen kann zur Ruhe zu kommen und insgesamt etwas runterfahren zu können.
Auch ihm fehlen noch Benimmregeln und er wird teils doch immernoch ziemlich körperlich, deshalb sehen wir ihn nicht in einem Haushalt mit Kindern.
Gegenüber Artgenossen verhält er sich meistens nett, rücksichtsvoll, höflich und er kann sich da auch gut zurücknehmen aber er ist alles andere als souverän und hier und da versucht er auch mal sein Gegenüber mit einer kleinen Provokation herauszufordern. Wir können uns gut vorstellen, dass er als Zweithund leben kann, aber dann muss der Partner UNBEDINGT souverän sein und Chacky´s Bedarf an Training/ Erziehung darf nicht zu kurz kommen.
Für Chacky suchen wir erfahrene Hundehalter, die Lust auf einen so arbeitsintensiven Hund haben, die ihm im besten Fall auch eine gute Jagd-Alternative bieten (bei uns lernt er gerade das Mantrailing kennen) und die sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Alleine bleiben kann Chacky und er ist stubenrein, aber wenn er seine Menschen nicht mit auf Arbeit begleiten kann, sollte sich dieser Zeitrahmen in Grenzen halten !