Im März diesen Jahres durfte Dundee, gemeinsam mit seiner Hundefreundin Jessy, in ein neues Zuhause ziehen. Anfangs schien auch alles gut und entspannt, doch leider zeigte sich immer mehr, dass Dundee mit dieser Konstellation leider nicht so gut zurecht kommt, sich immer mehr zurückzieht und nicht glücklich und angekommen wirkt.
Deswegen haben wir uns gemeinsam mit seiner jetzigen Familie dafür entschieden, für ihn ein passenderes Zuhause zu suchen.
Hier die Einschätzung seines aktuellen Zuhauses:
Dundee ist ein ausgesprochen freundlicher und anhänglicher Hund mit einem sehr sensiblen Wesen. Er lebt seit einigen Monaten bei uns im Haushalt, doch leider hat sich herausgestellt, dass unser Umfeld nicht das richtige für ihn ist. Zum einen gibt es immer wieder Spannungen zwischen ihm und Jessy, zum anderen überfordern ihn unsere kleinen Kinder mit ihrer natürlichen Lautstärke und Unruhe. Aus Liebe zu ihm und mit dem Ziel, dass er wirklich zur Ruhe kommen kann, möchten wir ihm nun – in Zusammenarbeit mit dem Tierheim – die Chance auf ein passenderes Zuhause ermöglichen.
Er ist ein herzensguter Hund, der die Nähe zu seinen Bezugspersonen sucht, ausgiebige Spaziergänge genießt und gerne Zeit mit seinen Menschen verbringt. Dabei ist er sehr lieb, läuft gut an der Leine und zeigt auf Spaziergängen viel Freude, solange die Umgebung nicht zu hektisch oder überfordernd ist.
In neuen oder unbekannten Situationen reagiert er häufig ängstlich und unsicher – er braucht Menschen mit Geduld, Verständnis und einem ruhigen Wesen, die ihm Sicherheit vermitteln und ihn sanft an Neues heranführen. Fremden gegenüber ist er zunächst zurückhaltend, taut aber mit Zeit und Zuwendung auf.
Auch im Umgang mit anderen Hunden zeigt er sich eher unsicher: Bei Begegnungen draußen ist er häufig angespannt und versucht Situationen, die ihm unangenehm sind, zu meiden oder ihnen aus dem Weg zu gehen. Teilweise weist er hier auch ein ausgeprägtes Fluchtverhalten auf. Ein Zuhause ohne weiteren Hund und ohne regelmäßige Hundekontakte wäre für ihn ideal, damit er nicht ständig in stressige Situationen gebracht wird.
Wichtig: Er sollte nicht in eine Familie mit kleinen Kindern vermittelt werden. Er zeigt zwar keine Aggression, ist aber durch die Lautstärke, das schnelle Tempo und die Unruhe stark gestresst und überfordert. Ein ruhiger, strukturierter Haushalt ohne Kinder wäre für ihn die beste Umgebung, um zur Ruhe zu kommen.
Zuhause kann er durchaus eine Zeit lang alleine bleiben. Diese ruhigen Phasen genießt er sogar, wenn er sich in seinem Rückzugsbereich entspannen kann. Wichtig ist aber, dass er anschließend wieder ausreichend Aufmerksamkeit und Ausgleich bekommt – insbesondere durch lange Spaziergänge, gemeinsame Zeit und Nähe zu seinen Bezugspersonen.
Hinzu kommt, dass er über einen ausgeprägten Wach- und Schutzinstinkt verfügt. Er beobachtet sein Zuhause aufmerksam und zeigt deutlich, wenn ihm etwas oder jemand fremd vorkommt. Gegenüber ungebetenen Gästen verhält er sich wachsam und verteidigend. Dieser Wesenszug macht ihn zu einem sehr aufmerksamen und loyalen Begleiter, bedeutet aber auch, dass sein neues Zuhause mit einem sicheren, klaren Rahmen und verlässlichen Bezugspersonen gestaltet sein sollte.
Er braucht einfühlsame Menschen, die ihm Zeit geben, Vertrauen zu fassen, und die ihm sowohl Zuneigung als auch Rückzugsmöglichkeiten bieten. Wer diese Geduld aufbringt, wird mit einem besonders liebevollen und treuen Begleiter belohnt, der auf leise, tiefgehende Weise eine enge Bindung aufbauen kann.